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„Haut ab!“

19. Oktober //13.00

„Haut ab!“
2 jüdische Beschneidungsmesser (Mohel-Messer), römisch-deutsches Reich, Ende 17. Jhd./um 1700 bzw. um 1730 – 1770, Eisen, Silber, Koralle, Perlmutter und Horn bzw. Eisen und Silber, erworben 1881 mit der Sammlung Franz Bock, Aachen

Die Aachener Bestecksammlung, immerhin die zweitgrößte in Deutschland, hält immer noch Überraschungen bereit: Bei der wissenschaftlichen Bearbeitung der Tafelgeräte im Rahmen des Bestandskataloges 2009 – 2011 konnte die Funktion der beiden Messer nicht geklärt werden. Durch Zufall wurde deren Zweck offenbar: es handelt sich um seltene jüdische Beschneidungsmesser. Die Handgriffe dieser Gerätschaften können aus vielfältigen, teils sehr kostbaren Materialien bestehen (z.B. Bernstein, Silber, Gold, Koralle), weisen manchmal auf dem Heft oder der Zwinge hebräische Schriftzeichen auf und zeigen durchaus auch figürliche Darstellungen (Opferung Isaacs, Kindspate [Kvater] oder Sandak [2. Pate]), in unserem Fall den Sündenfall durch Adam und Eva sowie den jüdischen Held Samson mit den Stadttoren von Gaza. Die Beschneidung (Berit Mila), die an allen jüdischen Knaben zwingend am 8. Tag nach der Geburt vollzogen werden muss, ist das wichtigste zu befolgende religiöse Gebot. Das Ritual, das vom Stammvater Abraham eingeführt wurde, repräsentiert und festigt den Bund der Juden mit Gott.

Mit Michael Rief

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause.
Jeweils dienstags um 13.00 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in knapp zwei Minuten erstaunliche Werke erklären.
Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

Sonderöffnungszeiten

Dürer-Ausstellung
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