Max Klinger (1857 – 1920), Verfolgter Centaur (Bl. 3/12 aus „Intermezzi, Op. IV“)
4. August // 13.00 – 13.15
1881, Aquatinta und Radierung
Das Blatt Verfolgter Centaur aus dem Grafikzyklus Intermezzi, Op. IV von Max Klinger zeigt eine eindringliche Szene zwischen Mythos und existenzieller Bedrohung.
Im Mittelpunkt steht der Centaur – ein Mischwesen aus Mensch und Pferd –, das in panischer Bewegung erscheint und einer unsichtbaren Verfolgung zu entkommen versucht. Klinger verbindet hier klassische mythologische Figurensprache mit einer psychologisch aufgeladenen Darstellung von Angst, Flucht und innerer Spannung. Die Druckgrafik aus dem Bestand des Suermondt-Ludwig-Museums entfaltet ihre Wirkung insbesondere durch ihre atmosphärische Dichte: Das Querformat verstärkt den Eindruck von Unruhe und Bedrängnis.
Diese Kunstpause findet im Rahmen der Wechselausstellung „Das Glück dieser Erde. Dürer, Rubens, Goya: Pferde in der Kunst“ statt.
Mit Wibke Birth
