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Dürers Realismus oder: was es heißt, die Kunst aus der Natur zu reißen – Vortrag

22. September //19.00

Vortrag mit Prof. Dr. Nils Büttner/Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart:

In den Landschaftsaquarellen, die Dürer von seiner Italienreise mitbrachte, scheint die Landschaft als eigene Bildgattung präfiguriert, ohne dass Dürer die Landschaft je zum zentralen Thema eines Gemäldes oder einer Druckgraphik gemacht hätte. Welche Funktion hatten die Aquarelle? Sollten sie wirklich nur als Studien für die Hintergründe seiner Historienbilder dienen? Welchem Zweck dienten die so mimetisch getreuen Abbildungen eines Feldhasen oder eines Rasenstücks? Und wie fügen sich diese Werke zu Dürers theoretischen Überlegungen, die der Nürnberger Maler zum Beispiel in seinen Vier Büchern von menschlicher Proportion verbreitet hat. Diesen Zusammenhängen ist der Vortrag gewidmet.
Nils Büttner (*1967) lehrt Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Er ist außerdem Mitglied des „Centrum Rubenianum“ in Antwerpen und Mitherausgeber des „Corpus Rubenianum Ludwig Burchard“, des Werkverzeichnisses von Peter Paul Rubens. Büttner wurde an der Georg-August Universität Göttingen promoviert. Seit 1998 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. Nach dem Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig arbeitete er als Ausstellungskurator. Von 2001 bis 2008 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dortmund, wo er sich 2005 habilitierte. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die deutsche und niederländische Kunst- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit sowie die Geschichte von Graphik und Buchillustration. Büttner hat zahlreiche Monografien verfasst, darunter eine vielfach nachgedruckte und in zahlreiche Sprachen übersetzte Monografie über Hieronymus Bosch.

Die Vorträge finden aus organisatorischen Gründen im Centre Charlemagne statt. Adresse: Katschhof 1, 52062 Aachen

Anmeldung mit kompletter Adresse unbedingt erforderlich unter: vortrag.duerer@mail.aachen.de

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Dürer-Ausstellung
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