WILHELMSTRASSE 18, 52070 AACHEN
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TEL.: +49 241 47980-40

GEÖFFNET:
DI – SO 10.00 – 17.00 UHR
MO GESCHLOSSEN

 

Sammlung

Malerei des
15. – 18.
Jahrhunderts

EINE DER BEDEUTENDSTEN GEMÄLDESAMMLUNGEN 
DER RHEINischen MUSEEN

Den Grundstock der Bestände bildete die Schenkung des Bankiers und Industriellen Barthold Suermondt. Er vermachte der Stadt 1882 vornehmlich Werke der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Weitere Stiftungen von Aachener Bürgern erweiterten den Bestand, so dass die Gemäldesammlung heute ein umfassendes Spektrum der europäischen Malerei vom 15. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts abdeckt.

 

meister des palanter-altars | um 1425

Errettung
der armen Seelen
aus dem fegefeuer

Joos van cleve | um 1525

Kirschenmadonna

Balthasar van der Ast | 1620-1625

Blumen
in einer
Wanli-Vase

Von Cranach bis Rembrandt

Herausragend sind die spätmittelalterliche Malerei aus Deutschland und den Niederlanden sowie die Gemälde des „Goldenen Zeitalters“ in Flandern und Holland.

In der Abteilung Kölner Malerei seit dem frühen 15. Jahrhundert gilt der Meister der Verherrlichung Mariens als ein Höhepunkt; der Umkreis Memlings und Werke von Albrecht Bouts verweisen auf die künstlerische Entwicklung in den Niederlanden. Allein mit drei Werken, u. a. der Kirschenmadonna, vertritt Joos van Cleve die Antwerpener Malerei des frühen 16. Jahrhunderts. Glanzstück der altdeutschen Abteilung ist Lucas Cranachs Judith mit dem Haupt des Holofernes.

Die Sammlung zum 17. Jahrhundert ist geprägt durch die profane Ikonographie des Nordens, vor allem mit Porträts, unter denen Rembrandts Bildnis eines jungen Mannes einen herausragenden Platz einnimmt. Dabei sind auch hervorragende Beispiele der Genremalerei wie die Seifenbläser des holländischen Malers Esaias Boursse sowie Landschaftsdarstellungen aus der Malergeneration um Jacob van Ruisdael vertreten. In der Reihe eindrucksvoller Stillleben zählen Willem Claesz. Heda und Pieter Claesz sicher zu den bedeutendsten Meistern ihres Fachs.

Glanzstück eines Rubens-Schülers

Als eines der Glanzstücke der Sammlung gilt der Sturz der Verdammten des Rubensschülers Jan Boeckhorst, ein Bild, das die gegenreformatorische Kraft des Südens in der flämischen Malerei andeutet. Aber es gibt auch leichtere Sujets. Zwei Gemälde von Frans Snijders etwa gehen auf Fabelbücher zurück, wie Hahn und Edelstein.

Einzelne Meisterwerke italienischer und spanischer Malerei wie Jusepe de Riberas Anbetung der Hirten stehen als Zeugen einer europäischen Entwicklung, aber auch für sammlerisches Interesse. Sie prägen zusammen mit den niederländischen Werken das Profil der Aachener Gemäldegalerie. Das 18. Jahrhundert ist mit bekannten Meistern wie Januarius Zick vertreten.