WILHELMSTRASSE 18, 52070 AACHEN
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TEL.: +49 241 47980-40

GEÖFFNET:
DI – SO 10.00 – 17.00 UHR
MO GESCHLOSSEN

 

Sammlung

Skulpturen

Schwerpunkt der Sammlung ist das späte Mittelalter mit etwa 500 Stücken. Der Kernbestand der mittelalterlichen Skulpturenkollektion wurde 1907 mit dem Nachlass des Kölner Sammlers, Bildschnitzers und Restaurateurs Richard Moest (1841-1906) erworben. Die mittelalterlichen Skulpturen finden Sie im Erdgeschoss. Einige Skulpturen sind in die Gemäldeabteilung im 1. Stock eingebunden.

Eine der
Bedeutendsten
Städtischen
Skulpturen-
Sammlungen

 

Meister des Utrechter steinernen
Frauenkopfes | um 1520–1530

HEILIGE
DOROTHEA

 

Nordschweiz | um 1540

Leuchterweibchen

 

wilhelm von Arborch |
Anfang 16. Jh.

Fischzug
Petri

Von der Kölner Skulptur bis zum Schwäbischen Schnitzaltar

Die zahlreichen Einzelfiguren, Figurengruppen und Reliefs stammen meist von Altarretabeln. Ein besonderer Schatz sind drei große, geschnitzte Altaraufsätze. 

Verschiedene Kunstlandschaften, die von Spanien, Frankreich über die nördlichen und südlichen Niederlande bis hin zur Alpenregion reichen, sind vertreten. Die prominentesten französischen, kölnischen, mittel- und niederrheinischen Skulpturen werden in den Kompartimenten des ersten großen Raumes im Erdgeschoss präsentiert. Einige namentlich bekannte Meister in Köln, am Niederrhein und in Niedersachsen – wie Tilman Heysacker, Wilhelm von Arborch, Henrick Douwerman, Arnt van Tricht und anonyme Künstler wie der Meister von Osnabrück treten hier hervor.

In den beiden anschließenden großen Räumen sind die ost-, mittel- und süddeutschen sowie alpenländischen Skulpturen ausgestellt, darunter ein schwäbischer Schnitzaltar aus Almens/Graubünden mit originaler Bemalung. Mit Franken (Nürnberg), Schwaben (Ulm), Bayerisch-Schwaben (Augsburg, Allgäu) und Bayern (München und Landshut) bilden die süddeutschen Skulpturen den umfangreichsten Bestand. Ulm ragt mit seinen bedeutenden Bildschnitzern Meister Hartmann, Hans Multscher, Michel Erhart, Jörg Stein, Niklaus Weckmann und Daniel Mauch hervor. 

Als wäre es ein Kirchenraum

Um den ehemaligen Kontext der Einzelstücke zu verdeutlichen, ist der Gewölbesaal als Kirchenraum inszeniert. Hier sind ein seltener kleiner Altarschrein aus Mechelen zu sehen sowie zahlreiche Fragmente und Reliefgruppen aus brabantischen, vor allem Antwerpener Retabeln. Sie werden in einem stilisierten Schreinskasten ausgestellt. Den Höhepunkt stellt das große Petrus-Retabel dar, bei dem es sich wohl um den einzigen spätmittelalterlichen geschnitzten Altaraufsatz handelt, der den kalvinistischen Bildersturm des 16. Jahrhunderts im Gebiet der heutigen Niederlande überstanden hat. 

Herausragende niederländische Beispiele, darunter Werke des Meisters des Utrechter steinernen Frauenkopfes sowie des Brüsselers Jan Borman sind in die Sammlung der Gemälde des 15. und 16. Jahrhunderts im 1. Stock  integriert.